Container
Ein Container ist ein Device, dessen Hauptaufgabe es ist, andere Devices in sich aufzunehmen.
Da jeder Container einen anderen Zweck erfüllt, wird hier der primäre Signalfluss für jedes Device angegeben. (Weitere Informationen finden Sie in Container-Devices.)
Chain
(Eingang: Audio, Ausgang: Audio) Ein Container, in dem Audio-Devices seriell verschaltet sind. Ein Mix-Regler überblendet zwischen Originalsignal (das am Eingang des Devices anliegt) und dem Effektsignal (das am Ausgang nach dem Durchlaufen der Chain anliegt). Der Regler Wet Gain bestimmt die Lautstärke des Originalsignals, das Effektsignal bleibt davon unbeeinflusst.
Der L-Schalter neben Wet Gain aktiviert die Funktion Learn Wet Gain. Diese Funktion analysiert das Eingangssignal und stellt den Parameter Wet Gain so ein, dass die Lautstärke des Effektsignals ungefähr dem Eingangssignal entspricht. So kann mit dem Mix-Regler zwischen dem bearbeiteten und unbearbeiteten Signal überblendet werden, ohne dass es zu Lautstärkesprüngen kommt. Die Funktion kann in allen Audioeffektketten benutzt werden, sowohl mit internen Devices als auch mit Plug-ins. Die Lernfunktion ist 25 Sekunden aktiv, kann aber vorher mit einem erneuten Klick auf den L-Schalter manuell beendet werden.
Notensignale, die das Device empfängt, werden unbearbeitet an den Ausgang weitergeleitet.
FX Layer
(Eingang: Audio, Ausgang: Audio) Ein Container mit mehreren parallelen Audio-Chains. Jede Chain besitzt ihre eigenen Mixer-Funktionen. (Weitere Informationen finden Sie in FX Layer.)
FX Selector
(Eingang: Audio, Ausgang: Audio) Ein Container mit mehreren Audio-Chains. Es kann immer nur eine Audio-Chain ein Audiosignal empfangen. Alle Chains, die vorher ein Audiosignal empfangen haben, sind solange aktiv, bis das Ausgangssignal verstummt ist.
Wenn eine neue Chain ausgewählt wird, wird das Signal der vorher aktiven Chain ausgeblendet. Die Dauer wird mit dem Parameter Fade Out festgelegt. Falls vor dem Umschalten bereits ein Audiosignal am Eingang der neu ausgewählten Chain anlag, wird sie für die Dauer des Fade In eingeblendet. Falls kein Audiosignal anlag, wird ohne Einblendung direkt zur neuen Chain gewechselt.
Weiterhin gibt es ein Menü Note/MIDI Source zur Auswahl der Spur, von der Noten- bzw. MIDI-Signale empfangen werden sollen.
Weitere Informationen zu den Stimmen-Modi finden Sie in Instrument Selector.
Instrument Layer
(Eingang: Noten, Ausgang: Audio) Ein Container, in dem sich mehrere Instrumente parallel befinden. Jede Chain besitzt ihre eigenen Mixer-Funktionen. (Weitere Informationen finden Sie in Instrument Layer.)
Instrument Selector
(Eingang: Noten, Ausgang: Audio) Ein Container, in dem sich mehrere Instrumente und ihre zugehörigen Device Chains befinden. Es kann immer nur ein Instrument zur gleichen Zeit Noten empfangen, jedoch klingen alle gespielten Noten vollständig aus, auch wenn sie von unterschiedlichen Instrumenten kommen. Im Inspektor-Panel befindet sich eine Reihe verschiedener Stimmen-Modi:
Manual– Die Zielebene wird durch den Benutzer, einen Controller und/oder durch Automation ausgewählt.Round-robin– Eine neue Note wählt die nächste Ebene aus (dies gilt sowohl für aufeinanderfolgende Noten als auch für Noten innerhalb eines Akkords).Free-robin– Wie Round-robin, aber verwendete Stimmen werden übersprungen, wenn möglich.Free Voice– Neue Note verwendet die erste freie Ebene. Für vorhersagbare Ergebnisse wird immer mit der ersten Ebene begonnen. (Dieser Modus ist ideal, um mithilfe mehrerer Ebenen von HW-CV-Instrumenten polyphone Sounds mit Eurorack-Hardware zu kreieren.)Random– Eine neue Note wählt die Ebene zufällig aus (z. B. um eine Reihe unterschiedlicher Audioeffekte auszuwählen).Random Other– Eine neue Note wählt eine andere Ebene zufällig aus (um mit jeder neuen Note eine Veränderung zu gewährleisten).Keyswitches– Zugewiesene Noten wählen die Zielebene aus. Die Note für den tiefen Keyswitch wird manuell festgelegt. Wenn beispielsweiseC2eingestellt wird und es drei Ebenen gibt, wird die Note C2 die erste Ebene auswählen, C#2 die zweite Ebene und D2 die dritte Ebene. Dies eignet sich besonders zur Vertonung von Filmen mit unterschiedlichen Sounds und Artikulationen.CC– Ein zugewiesener Controller (CC) wählt die Zielebene aus. Der Controller wird manuell festgelegt [Voreinstellung: CC1 – Modulationsrad]. Dessen gesamter Bereich wird gleichmäßig zwischen allen Ebenen überblenden. Verwenden Sie beispielsweise das Modulationsrad, um zwischen unterschiedlichen Noteneffekten umzuschalten.Program Change– Programmwechselbefehle (PC) wählen die Zielebene aus. Die Programmnummern werden den einzelnen Ebenen direkt zugewiesen. Sie können so die üblichen Fußpedale etc. verwenden.
Abgesehen von Manual erkennen alle weiteren Modi die Anzahl der Ebenen. Wenn also Ebenen hinzugefügt oder entfernt werden, ist keine Neukonfiguration notwendig.
| Anmerkung | |
|---|---|
Jede Automation des Index-Parameters wird dynamisch aktualisiert, sobald die Reihenfolge der Device Chains geändert wird. Außerdem ignoriert jeder Modus außer |
Mid-Side Split
(Eingang: Audio, Ausgang: Audio) Ein Container, mit dem sich ein normales Stereosignal in die Mitten- und Seitenbereiche aufteilen lässt. Jeder Bereich besitzt eine unabhängige Device-Chain.
Multiband FX-2
(Eingang: Audio, Ausgang: Audio) Ein Container, der eintreffende Audiosignale in zwei Frequenzbereiche aufteilt und auf unabhängige Device-Chains verteilt.
| Anmerkung | |
|---|---|
Von diesem Device existiert außerdem eine Modulversion im Grid (siehe Crossover-2). |
Multiband FX-3
(Eingang: Audio, Ausgang: Audio) Ein Container, der eintreffende Audiosignale in drei Frequenzbereiche aufteilt und auf unabhängige Device-Chains verteilt.
| Anmerkung | |
|---|---|
Von diesem Device existiert außerdem eine Modulversion im Grid (siehe Crossover-3). |
Note FX Layer
(Eingang: Noten, Ausgang: Noten) Ein Container, in dem sich mehrere parallele Note-Chains befinden können.
Note FX Selector
(Eingang: Noten, Ausgang: Noten) Ein Container, in dem sich mehrere Note-Chains befinden können. Es kann immer nur eine Note-Chain zur gleichen Zeit Noten empfangen, jedoch bleibt eine Chain so lange aktiv, bis das Ausgangssignal verstummt ist.
Alternativ schaltet die Option Solo Active Layer inaktive Ebenen stumm und beendet deren Noten unmittelbar. Dies ermöglicht es, zwischen mehreren Instanzen von Noten-Generatoren wie Stepwise oder generativen Patches im Note Grid umzuschalten.
Weitere Informationen zu den Stimmen-Modi finden Sie in Instrument Selector.
Replacer
(Eingang: Audio, Ausgang: Audio) Ein Container, der ein eintreffendes Audiosignal filtert und die Lautstärke analysiert. Wenn die Lautstärke einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, werden Noten mit einer vorher festgelegten Tonhöhe und Anschlagsstärke erzeugt. Diese Noten werden zusammen mit dem unveränderten Audiosignal zu der internen Generator-Device-Chain geschickt.
Stereo Split
(Audio in, Audio out) Ein Container, der dem linken und rechten Kanal eines Stereosignals jeweils eine eigene FX-Chain zur Verfügung stellt.
XY FX
(Eingang: Audio, Ausgang: Audio) Ein Container, in dem vier Audioeffekte parallel geladen werden können. Zwischen deren Ausgängen kann überblendet werden.
XY Instrument
(Eingang: Noten, Ausgang: Audio) Ein Container, in dem vier Instrumente parallel geladen werden können. Zwischen deren Ausgängen kann überblendet werden.
- 0. Willkommen zu Bitwig Studio
- 1. Die Grundlagen von Bitwig Studio
- 2. Die Benutzeroberfläche
- 3. Die Arrange-Ansicht und Spuren
- 4. Browser in Bitwig Studio
- 5. Arranger Clips
- 6. Der Clip-Launcher
- 7. Die Mix-Ansicht
- 8. Einführung in die Devices
- 9. Automation
- 10. Arbeiten mit Audio-Events
- 11. Arbeiten mit Noten
- 12. Operatoren für lebendige musikalische Sequenzen
- 13. Wechseln zwischen Noten und Audiodaten
- 14. Arbeiten mit Projekten und Exportfunktionen
- 15. MIDI-Controller
- 16. Modulatoren, Device Nesting und mehr
- 17. Willkommen im Grid
- 18. Arbeiten mit einem Tablet-PC
- 19. Device-Referenz
- 19. Impressum